Karmabauern

Illustration eines verlassenen alten Traktors auf einem toten Feld unter gleißender Sonne. Der Traktor ist noch im Demo-Outfit der Bauernproteste gegen Habeck und Wegfall der Dieselsubventionen mit einem Galgen am Heck und einem Schild in Reichsfarben vorne auf dem steht: Gegen die grüne Klimadiktatur!

Der Chef des Bauernverbandes Rukwied schlägt nun Alarm weil wir klimabedingte Totalausfälle bei den Ernten verzeichnen. Also der selbe Rukwied, der die zentrale Figur und Einheizer hinter den monatelangen Bauernmobs gegen Habeck und die Idee Bauern am Klimaschutz zu beteiligen war. Die völlig eskalierenden und von Rukwied rückwirkend als Erfolg bezeichneten Krawall-Proteste folgten der ewigen Lobby-Logik, dass Klimaschutz keine wirtschaftliche Belastung sein dürfe. Eben die universelle Logik des Absurden, wenn man gewohnt ist die Welt aus Lobbyperspektive als verhandelbaren, nicht nur im Ernstfall gerne auch erpressbaren Geschäftsfall und nicht als physikalischen Gesetzen unterworfenen Lebensraum zu betrachten. Nun Physik kann man ignorieren, wenn man kann, aber sie siegt immer und verhandelt nie. Oder wie eine alte Bauernregel besagt: Karma is manchmal such a bitch.